Neue schulen braucht das Land


Ziele der Pilotwerkstatt

 

Veränderungen zum Besseren kommen auch im Bereich der Schule nicht „von oben“. Sie können nicht angeordnet werden. Deshalb wollen wir all denjenigen, die Schule jeden Tag machen, erleiden und erfolgreich gestalten, eine „Werkstatt“ anbieten, die Raum schafft für ganz konkrete Fragen und Antworten zu den kleinen und großen Stolpersteinen des Schulalltages und zur Entwicklung einer Schule von gestern zu einer Schule mit Zukunft.

Die Fragen und Antworten kommen sowohl von den Teilnehmer/innen - Schulleitungen, Lehrern, Eltern, auch Schülern- als auch den sogen. Impulsgeber/innen: Fachleute aus Reformschulen, Schulämtern und Ministerien. Diese Arbeit passiert ganz konkret und direkt am Freitagabend, 31.03.06, und noch detaillierter und intensiver – in vielen Workshops am Samstag/Sonntag (01./02.04.06).

Wir wünschen uns, dass möglichst viele Teilnehmer aus einer Schule, einer Stadt oder Region kommen, damit sie sich nach der Werkstatt gemeinsam an die weitere Umsetzung machen können.

 

Konzept der Pilotwerkstatt

Freitag | Samstag | Sonntag

 

Die Pilotwerkstatt ist als Baustein-Konzept angelegt und bietet drei Möglichkeiten der Teilnahme

Die mit Sicherheit spannendste und wirkungsvollste besteht in der Teilnahme an der gesamten Werkstatt. Als Alternative bietet sich jedoch auch eine Teilnahme am Freitagabend und Samstag oder am Samstag und Sonntag an. Die Einbeziehung der Sonntagsphase empfiehlt sich vor allem, wenn mehrere Teilnehmer/innen aus einer Schule, einer Stadt oder einem Stadtteil teilnehmen.

Der Freitagabend ist für Teilnehmer/innen sinnvoll, die einen ersten Rund-um-Blick zum Thema „Neue Schulen“, zu den heute bereits bestehenden Gestaltungsspielräumen an „Regelschulen“ sowie zu den sich abzeichnenden Entwicklungen erhalten möchten.

Freitagabend – Information, Dialog, Impulse für die Zukunft

Die gesamte Veranstaltung ist als Werkstatt konzipiert, d.h. bereits der Freitagabend ist ein sehr lebendiger und intensiver Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen allen Teilnehmern, zu denen auch die Impulsgeber zählen. Dieser Austausch findet in einem Wechsel von Kleingruppen-Arbeit, Plenum und Podium statt. Die Impulsgeber sind sowohl Teil der Kleingruppen-Arbeit als auch der Podiums- und Reflexionsphasen im gesamten Plenum. Auf diese Weise werden die Erfahrungen und das Wissen aller Teilnehmer sichtbar und nutzbar. Zugleich arbeiten wir alle entlang der konkreten Probleme und Fragen, die in den Kleingruppen erarbeitet werden.

Die Impulsgeber wie z.B. Enja Riegel, ehemalige Leiterin der Helene-Lange-Schule Wiesbaden, sowie andere Fachleuten aus verschiedenen Schulformen bringen ihre Erfahrungen aus der Umgestaltung ihrer eigenen Schulen ein. Auf diese Weise bekommen alle einen unmittelbaren Eindruck von den Erfolgsbausteinen und Hindernissen auf dem Weg zu einer Schule, die allen mehr Kraft gibt. Die Vertreter der Ministerien und Schulverwaltung aus Hessen und Rheinland-Pfalz informieren konkret über die bereits heute bestehenden Freiräume an staatlichen Schulen und skizzieren die zukünftigen Entwicklungen und bekommen zudem hautnah die Schwierigkeiten aus der Praxis mit.

Umgekehrt verarbeiten und ergänzen die Teilnehmer die Beiträge der Impulsgeber in ihren wechselnden Kleingruppen. Reflexionen im gesamten Plenum sorgen für weitere Vertiefung und schaffen ein großes gemeinsames Bild bei allen Teilnehmer/innen (Schulleitungen, Eltern, Lehrkräften, Schülern, Ministerien...). Mit dieser lebendigen und effizienten Arbeitsform werden sehr wahrscheinlich auch weitere Aspekte deutlich, die dann am Samstag und/oder Sonntag vertieft werden können.

Samstag – die „brennenden“ Themen und Fragen werden in Workshops bearbeitet

Die „Open Space“-Werkstatt bietet jedem den Raum, die eigenen brennenden Anliegen zum Thema von Workshops zu machen und sich dort mit denjenigen zusammenzufinden, die dieses Thema auch interessiert. Nach jetziger Planung können die Teilnehmer mindestens vier Workshops vollständig besuchen oder einberufen. Die Open-Space-Methode erlaubt es jedoch auch zwischen verschiedenen Themen, die zeitgleich stattfinden, zu wechseln – oder eben auch bei einer Tasse Kaffee jederzeit eine Pause einzulegen – und dabei weiter spannende Gespräche zu führen.

Die Themen der Workshops entstehen zu Beginn von Tag 2 in einer Plenumsphase und kommen aus dem großen Kreis der Anwesenden. Es könnten Themen sein, die uns von bereits angemeldeten Teilnehmern genannt wurden (Beispiele in der Spalte ganz rechts).

Die von den Teilnehmern am Tag 2 eingebrachten Themen werden dann über den Tag verteilt in Workshops bearbeitet. Die Arbeitsgruppen dokumentieren ihre Ergebnisse eigenständig mit Hilfe einer von uns zur Verfügung gestellten Berichtsstruktur. Die Protokolle enthalten auch Angaben über Ansprechpartner sowie weitere Maßnahmen, sofern die Gruppe welche vereinbart hat. Wir sammeln diese Workshop-Ergebnisse innerhalb der nächsten 14 Tage per e-mail (als word- oder pdf-Dokument) und stellen sie dann über unsere Internetseite allen Teilnehmern zum Herunterladen zur Verfügung. Jenseits der so dokumentierten Workshop-Arbeit kann jeder im Laufe des zweiten Tages zusätzlich Fragen in einem „Fragenspeicher“ notieren, der dann am Samstagabend nochmals als Stichwortgeber für das Plenum und die anwesenden Impulsgeber fungiert.

Sonntag – konkrete Umsetzungsschritte planen für die eigene Schule und/oder Themen vertiefen

Der Tag 3 steht unter dem Motto: die ersten Umsetzungsschritte planen. Hier können die Teilnehmer/innen aus einer Schule alle Impulse aus den Vortagen zusammentragen und sehr konkret die weiteren Aktionen für ihre Schule vereinbaren. Aus diesem Grund lohnt es sich, möglichst viele Kollegen, Eltern, Schüler und Beschäftigte aus der eigenen Schule zur Teilnahme (an dieser Werkstatt) zu ermuntern.

Auf Wunsch können sich die verschiedenen Arbeitsgruppen in dieser Planungsphase von Moderatoren/Coaches unterstützen lassen. Weiterhin bekommen die Teilnehmer/innen einen „Kompass“ sowie eine Arbeitsstruktur für eine ca. 6-stündige Werkstatt als Umsetzungshilfe mit auf den Heimweg. Diese beiden Angebote helfen dabei, einen wirksamen Dialog innerhalb der eigenen Schule vorzubereiten, in den eine noch größere Zahl von Eltern, Lehrern, Schülern u.a. einbezogen ist. Auf diese Weise wird ein stabiles Fundament für die weitere Entwicklung in der Schule gelegt. Zusätzlich besteht am dritten Tag die Möglichkeit, Themen aus den Vortagen oder ganz neu auftauchende in einem Workshop zu bearbeiten - und aus diesem Workshop etwa ein Kompetenznetzwerk entstehen zu lassen.

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mit und voneinander lernen

Die Pilotwerkstatt fand

vom 31. März bis 02. April 2006
in der Integrierten Gesamtschule Kastellstrasse in Wiesbaden statt.

Ergebnisse und Berichte finden Sie im Abschnitt Ergebnisse.

 

 

 

 

 

 

 

Mögliche Themen für die Workshops am Samstag

- Welche ersten Reformschritte sind an einer „Regelschule“ sinnvoll – und wie?
- Wie Innovationen in einem Kollegium mit starken „Rückzugstendenzen anstoßen?“
- Wie die Lern- und Lebenssituation von Schülern und Lehrern am Gymnasium verbessern?
- Bessere Kooperation mit allen an Schule beteiligten Gremien
- Wie die Potenziale von Schülern aus Migrantenfamilien sehen und entwickeln in einer dreigliedrigen Alltagsschule (koop. GS)
- Wie kann ich mit dem Konzept der „gewaltfreien Kommunikation“ zu einer Schule beitragen, die Lernen aus Interesse erlaubt?

 

gemeinsame Schnittmengen bearbeiten

 

Was geschieht mit den vielen Workshop-Ergebnissen ?

Die Workshop-Ergebnisse werden von den Teilnehmer/innen selbst protokolliert. Dies wird meist von 1-2 Personen aus der jeweiligen Arbeitsgruppe übernommen. Wir stellen zu Beginn des Workshops eine Berichtsstruktur als Anregung zur Verfügung. Die Protokolle umfassen meist 3 – 5 DIN A-Seiten und enthalten auch Angaben über Ansprechpartner sowie weitere Maßnahmen, sofern die Gruppe solche vereinbart hat. Wir erhalten dann diese Workshop-Ergebnisse innerhalb der nächsten 14 Tage per email (als word- oder pdf-dokument) und stellen sie dann allen Teilnehmern über unsere Internetseite in pdf-Format zum Herunterladen zur Verfügung. Auf diese Weise sichern wir einerseits eine hohe Informationsqualität und Vollständigkeit der Ergebnisberichte und zugleich kann jede/r genau die Berichte auswählen, die für sie/ihn interessant sind.

 

Argumente gegen Skeptiker

und für Optimisten haben wir zum Download bereitgestellt. Für Wissbegierige auch gleich hier...

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